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Lebenslagen

Rentenlücke bei Frauen — Teilzeit und Mutterschaft

Der Gender Pension Gap in Deutschland liegt bei rund 39%. Hauptgründe: Teilzeit, Care-Arbeit, niedrigere Stundenlöhne. Mütterrente kompensiert nur teilweise. Hier zeigen wir die Mechanik konkret.

Datenquelle: Deutsche Rentenversicherung (DRV) und SGB VI §§ 63–68, § 77, § 235, § 255e, § 56. Rentenpaket II 2024. Besteuerung nach § 22 EStG (Kohortenprinzip). Stand: April 2026. Verbindlich ist ausschließlich die persönliche DRV-Rentenauskunft.

Vergleichsrechnung

Frau A: Vollzeit 45 Beitragsjahre @ Durchschnittsgehalt → 45 EP → 1.913 € Brutto-Rente.

Frau B: 5 Jahre Vollzeit + 25 Jahre Teilzeit (50%) + 2 Kinder + 13 Jahre Vollzeit → 5 + 25 × 0,5 + 6 + 13 = 36,5 EP → 1.552 €.

Differenz: 361 € pro Monat (lebenslang). Über 25 Jahre Rentenbezug ca. 108.000 € Unterschied — bei einer Person mit gleicher Bildung.

Mütterrente als Teil-Ausgleich

Pro Kind ab 1992: 3 EP (≈ 127,56 €/Monat ab Juli 2026). Pro Kind vor 1992: 2,5 EP (≈ 106,30 €). Bei zwei Kindern ab 1992 sind das 6 EP — weniger als die Differenz zur Vollzeit-Variante.

Was strukturell hilft

Frühe Rückkehr in Vollzeit, Verteilung der Care-Arbeit auf beide Partner, partnerschaftliche Vorsorge (z.B. eigene Riester/bAV nicht unter Partners-Namen). Bei Trennung: Versorgungsausgleich §§ 2 ff. VersAusglG nutzen.

Häufige Fragen