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Spezialfälle

Rentenlücke und Pflege-Puffer — was kostet die Pflege wirklich?

Wer im Alter ins Pflegeheim muss, zahlt 2026 durchschnittlich 2.500 € Eigenanteil pro Monat. Die Spannweite reicht von 1.500 € bis über 3.500 €. Dieser Puffer wird in den meisten Renten-Kalkulationen schlicht vergessen.

Datenquelle: Deutsche Rentenversicherung (DRV) und SGB VI §§ 63–68, § 77, § 235, § 255e, § 56. Rentenpaket II 2024. Besteuerung nach § 22 EStG (Kohortenprinzip). Stand: April 2026. Verbindlich ist ausschließlich die persönliche DRV-Rentenauskunft.

Pflegegrade 1–5

  • PG 1: geringe Beeinträchtigung — ambulant 0 €, kein Heimanspruch
  • PG 2: ambulant 770 €, Heim 805 €
  • PG 3: ambulant 1.497 €, Heim 1.319 €
  • PG 4: ambulant 1.859 €, Heim 1.855 €
  • PG 5: ambulant 2.299 €, Heim 2.096 €

Werte 2026, Pflegeversicherungs-Leistungen — gehen direkt vom Heim-Gesamtbetrag ab.

Eigenanteil im Heim

Heimkosten 2026 ca. 4.500–5.500 €/Monat. Davon zahlt die Pflegeversicherung je nach PG ca. 800–2.100 €. Den Rest plus Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten zahlt der Pflegebedürftige selbst — der Eigenanteil. Bei langen Verweildauern wird zusätzlich ein Leistungszuschlag der Pflegeversicherung gezahlt (15% bis 75%).

Wenn das Geld nicht reicht

Reicht die Rente nicht für den Eigenanteil, springt das Sozialamt ein (Hilfe zur Pflege, SGB XII). Vorher: Vermögensverwertung (Schonvermögen 10.000 €), Verkauf von Sachwerten, Elternunterhalt (seit 2020 nur ab 100.000 € Brutto-Jahreseinkommen der Kinder).

Häufige Fragen