Realität & Aufklärung
Inflation und Rente — der reale Kaufkraft-Verlust
Die nominale Rente steigt mit der jährlichen Anpassung. Die Kaufkraft (real) wird gleichzeitig durch Inflation aufgezehrt. Über 25 Jahre Rentenbezug summiert sich das. Hier die Mechanik mit interaktivem Mini-Rechner.
Datenquelle: Deutsche Rentenversicherung (DRV) und SGB VI §§ 63–68, § 77, § 235, § 255e, § 56. Rentenpaket II 2024. Besteuerung nach § 22 EStG (Kohortenprinzip). Stand: April 2026. Verbindlich ist ausschließlich die persönliche DRV-Rentenauskunft.
Mini-Rechner: Erosion testen
Inflations-Erosion über 25 Jahre
Nominal steigt deine Rente mit der Anpassung (2.5%). Die Kaufkraft (real) wird durch Inflation (2.5%) aufgezehrt. Schraffierte Fläche = realer Kaufkraft-Verlust.
Nominal in 25 Jahren
2.781 €
mit Rentenanpassung 2.5%/a
Real in heutiger Kaufkraft
1.500 €
Realer Verlust: 0%
Die Mechanik
Rentenanpassung folgt der Lohnentwicklung (modifiziert durch Nachhaltigkeitsfaktor). Inflation kann temporär stark abweichen — besonders in Krisen wie 2022/23 (10,4% im Oktober 2022). Wenn Inflation und Anpassung exakt gleich sind, bleibt die Kaufkraft stabil. Sobald Inflation größer wird, verlierst du real.
Beispiel-Szenarien über 20 Jahre
- 2,5% / 2,5%: 0% realer Verlust
- 3,0% / 2,0%: ca. 18% realer Verlust
- 2,0% / 1,5%: ca. 10% realer Verlust
- 4,0% / 2,5%: ca. 26% realer Verlust