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Beamte / Selbstständige

Beamten-Pension — Versorgungssatz und Lücken

Beamte sind nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Ihre Versorgung erfolgt über das Versorgungs- bzw. Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG). Bis zu 71,75% des letzten Gehalts sind möglich — die Versorgung wirkt großzügig, hat aber eigene Lücken.

Datenquelle: Deutsche Rentenversicherung (DRV) und SGB VI §§ 63–68, § 77, § 235, § 255e, § 56. Rentenpaket 2025. Besteuerung nach § 22 EStG (Kohortenprinzip). Zuletzt geprüft: . Verbindlich ist ausschließlich die persönliche DRV-Rentenauskunft.

Versorgungsformel

Pension = letztes Brutto-Grundgehalt × Versorgungssatz. Versorgungssatz = 1,79375% pro ruhegehaltfähigem Dienstjahr — maximal 71,75% nach 40 Jahren. Mindest-Versorgung: 35% nach 5 Jahren Dienstzeit.

Vorteile gegenüber gesetzlicher Rente

  • Höherer Versorgungssatz (bis 71,75% vs. ~48% Rentenniveau)
  • Beihilfe: Kostenerstattung im Krankheitsfall (50–80%)
  • Kein Beitrag zur Rentenversicherung (höheres Netto in Aktivzeit)
  • Hinterbliebenenversorgung großzügiger

Lücken / Risiken

  • Bei vorzeitiger Pensionierung (Dienstunfähigkeit): Abschläge bis 10,8%
  • Pension ist voll steuerpflichtig (kein Kohortenprinzip wie bei der Rente)
  • Reform-Diskussionen seit Jahren (Einbeziehung in DRV?)

Beihilfe-Vorteil im Alter

Im Alter steigt die Beihilfe oft auf 70% (Pensionäre). Krankenversicherung ergänzt die fehlenden 30%. Das spart oft 200–400 €/Monat gegenüber KVdR-pflichtigen Rentnern.

Berufs- und Zeitsoldaten

  • Berufssoldaten erhalten wie Beamte eine Versorgung, hier nach dem Soldatenversorgungsgesetz (SVG). Sie treten oft deutlich vor 67 in den Ruhestand: Die allgemeine Altersgrenze liegt bei 62 Jahren (65 für Generale, Oberste und einige Offiziersgruppen), besondere Altersgrenzen je nach Dienstgrad und Verwendung reichen bis hinunter zu 55 Jahren für Berufsunteroffiziere und 41 Jahren für Jet-Piloten (§ 45 Soldatengesetz).
  • Soldaten auf Zeit zahlen während der Dienstzeit keine Rentenbeiträge. Scheiden sie ohne Anspruch auf Versorgung aus, werden sie für die Dienstzeit in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert (§ 8 Abs. 2 SGB VI) — die Zeit zählt dann wie eine Beschäftigung mit Beiträgen.
  • Die typische Lücke entsteht beim Übergang: Nach der Dienstzeit beginnt das zivile Erwerbsleben oft spät, die Entgeltpunkte der Folgejahre bestimmen einen großen Teil der späteren Rente.

Häufige Fragen